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Ein neues Führungsmodell für die Stadt

Weiterführende Informationen http://www.bischofszell.ch

Der Stadtrat möchte Strukturen für die Zukunft schaffen und das sogenannte Geschäftsleitungsmodell einführen. Die Mitglieder des Stadtrates sollen sich auf die politische Arbeit konzentrieren können und von operativen Aufgaben entlastet werden. An einer Informationsveranstaltung Ende Februar stellte der Stadtrat das Modell vor.

Eine Gemeinde-Exekutive ist zuständig für die zweckmässige Organisation der Verwaltung. Dazu kann sie verschiedene Modelle wählen. Das Gesetz lässt ihr dabei grossen Gestaltungsfreiraum. Die Wahl des Führungsmodells ist eine wichtige Entscheidung. Es definiert die Rollen des Gemeinderates und seiner Mitglieder sowie die Art von Führung und Struktur der Verwaltung. Hier zeigt sich konkret, wie effizient Entscheidungs- und Kommunikationswege sind, was die Bevölkerung direkt betrifft.

Zeitintensives Engagement
Die Aufgaben, die zeitliche Belastung und die Attraktivität eines Stadtratsamts hängen nicht zuletzt auch von der Organisation der Verwaltung ab und damit von der Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Stadtrat und Verwaltung. Heute investiert ein Mitglied des Bischofszeller Stadtrats zwischen 300 und 600 Stunden im Jahr, was einem Pensum von 20 bis 30 Prozent entspricht. Das Nebenamt ist gleichzeitig eine zeitintensive, anspruchsvolle Führungsaufgabe. Durch den gesellschaftlichen Wandel sind die Ansprüche der Bevölkerung stetig gestiegen. Gleichzeitig sind immer weniger Menschen bereit, sich neben den hohen Anforderungen in ihrem beruflichen Umfeld in einem öffentlichen Amt zu engagieren.

Geschäftsleitung übernimmt Verantwortung
Heute führen die Stadtratsmitglieder ihre Ressorts politisch, wie auch fachlich. Im Stadtrat werden zahlreiche operative Geschäfte behandelt. Die einzelnen Mitglieder sind deshalb auch in die Verwaltungstätigkeit eingebunden und übernehmen teilweise umfangreiche administrative Aufgaben. Die Verwaltung hat wenig Entscheidungskompetenz, was ihre Effizienz erheblich negativ beeinflusst. Das lässt sich mit einem Geschäftsleitungsmodell ändern. Hier nehmen ebenfalls die Stadtratsmitglieder die politische Führung der Ressorts wahr. Die Führung der Verwaltung übernimmt jedoch eine Geschäftsleitung, die sich aus Kadermitarbeitenden der Verwaltung unter Leitung des Stadtpräsidenten zusammensetzt. Die Stadträte sollen sich auf ihre politische-strategische Arbeit konzentrieren können. Die Verwaltung nimmt ihm den administrativen Ballast ab.

Zwei Entscheidungen durch das Stimmvolk
An der Gemeindeversammlung am 13. Juni 2018 soll die Bevölkerung im Grundsatz entscheiden, ob sie ein neues Führungsmodell als sinnvoll erachtet. Es geht in diesem ersten Schritt darum, den Stadtrat mit der Ausarbeitung der Grundlagen zu beauftragen, da dieser Prozess ein erheblicher Aufwand mit sich bringt. In einer zweiten Abstimmung ein Jahr später soll die Bevölkerung den endgültigen Entscheid zum Geschäftsleitungsmodell mit allen seinen personellen und finanziellen Auswirkungen treffen. Diese werden erst im Verlauf des Evaluationsprozesses voll und ganz ersichtlich.

An einem weiteren INFORUM am 29. Mai 2018, wird das Modell im Vorfeld der Gemeindeversammlung im Juni noch einmal der Bevölkerung vorgestellt.

Thomas Weingart, Stadtpräsident

Dokument Medienmitteilung_INFORUM_1_-_Geschaftsleitungsmodell.pdf (pdf, 472.9 kB)


Datum der Neuigkeit 6. März 2018