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Bischofszell - geschichtsträchtig und anmutig
Noch nie von Bischofszell gehört? Dann wird es aber höchste Zeit! Die Stadt an der Grenze zum Kanton St.Gallen und auf einer Terrasse über dem Zusammenfluss von Sitter und Thur gelegen ist von nationaler Bedeutung für die Schweiz - geschichtsträchtig und anmutig, mit 5700 Einwohnern gemütlich klein, aber lebendig.
Umgeben von malerischen Obstgärten, wo sich die beiden Flüsse - Sitter und Thur vereinen - thront erhöht die gut erhaltene barocke Altstadt von Bischofszell. Bischof Salomo gründete im 9. Jh. "Episcopalicella" - was als des "Bischofs Zelle" übersetzt wird. Die klösterliche Anlage diente als Etappenort zwischen den beiden religiösen Machtzentren Konstanz und St.Gallen. Die erste Erwähnung des Pelagistiftes ist 1150 urkundlich belegt. Die Siedlung "Im Hof" gruppierte sich um die Kirche und das Stift St.Pelagius. Der verherende Brand von 1743 vernichtete fast die ganze mittelalterliche Kleinstadt. In der Zeit des Wiederaufbaus entstand das heutige Bischofszell mit dem historischen Zentrum; z.B. das prächtige Rathaus (erbaut 1747-1750) mit seinen goldenen, weissen und rosafarbenen Rokokoverzierungen. Die Gebrüder Grubenmann aus Teufen/AR bauten die markanten Herrschaftshäuser, die mit ihrer bürgerlichen Wohnkultur an die Mitte des 18. Jh. erinnern. Zu den vornehmsten der neuen Steinhäuser zählen die beiden Häuser "Zum Rosen- und Zum Weinstock". Der heutige Zeitglockenturm mit Zwiebelhaube aus dem 13./14. Jh. bildete das befestigte Stadttor des Marktbezirkes. Die sorgsam gepflegte Altstadt mit Schloss, Pelagiuskirche, Stifts- und Chorherrenhäuser, Markt-, Kirch-, Tuch- und Schottengasse zieht jährlich viele Besucher an. Mit Stolz durfte die Stadt Bischofszell 1987 den verdienten Wakkerpreis des Schweiz. Heimatschutzes für eine ganzheitliche Erhaltung des Stadtbildes entgegen nehmen. Sehenswert gilt die sagenumwobene "Krumme Brücke", die (1487 erbaut) von einer Frau Hohenzorn im Andenken an ihre im Fluss ertrunkenen Söhne "von Zoll und Weggeld frei" gestiftet wurde. .
 Stadtansicht von Norden
Arbeit und Freizeit
Gewerbe und Industrie haben hier schon früh Fuss gefasst: wo einst die Leinenmanufaktur ihre Blüte erlebte und den Namen der guten Qualität weit über unsere Landesgrenze trug, dominiert heutzutage die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Haben Sie gewusst, dass die Wiege der schweizerischen Teigwarenfabrik in Bischofszell stand? Mit der Bahnverbindung Sulgen-Bischofszell-Gossau wurde eine wichtige Voraussetzung zur weiteren Industriellen Entwicklung geschaffen. Der Besucher, Wanderer, Radwanderer oder Kulturliebhaber kann und darf wählerisch sein: hier findet er ein grosses Angebot. Erholen Sie sich im nahen Naturschutzgebiet "Hudelmoos" oder geniessen Sie die noch unberührte Natur rund um die Hauptwiler Weiher. In der gemütlichen Bischofszeller Waldschenke wird für Speis und Trank gesorgt. Kurze Spaziergänge oder ausgedehnte Wanderungen auf gut markierten Wegen gehen von Bischofszell aus. Familienfreundliche Velotouren laden gerade im Frühling zur Obstbaumblüte ein. Ein gut ausgebautes Netz der öffentlichen Verkehrsmittel (Postauto, Bahn) tragen zur touristischen Attraktivität bei. Nehmen Sie sich Zeit, durch die romantischen Gassen der schmucken Kleinstadt Bischofszell mit den prächtigen Häusern, verbunden mit dem kunstvollen Handwerk der Vergangenheit, zu bummeln... und geniessen Sie die Gastfreundschaft der Bischofszeller!
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