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Einbürgerungsverfahren/Gemeinde

Das ordentliche Einbürgerungsverfahren wird durch das kantonale Recht geregelt. Stets ist jedoch eine Einbürgerungsbewilligung der Bundesbehörden erforderlich. In vielen Kantonen sind die Gemeinden dafür zuständig. In unserem Kanton/unserer Gemeinde gelten folgende Regeln:

Voraussetzungen
Das Gesuch um Erwerb des Schweizer Bürgerrechts kann gestellt werden, wenn
  • die Wohsitzerfordernisse von Bund, Kanton und Gemeinde erfüllt sind.
In der Regel sind das 12 Jahre Wohnsitz in der Schweiz, wovon 6 Jahre im Kanton Thurgau und 3 Jahre in der Gemeinde. Die Jahre zwischen dem zehnten und zwanzigsten Altersjahr werden für die Ermittlung der eidgenössischen Wohnsitzdauer doppelt gezählt.

  • die Bewerberin bzw. der Bewerber in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert und mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen vertraut ist und die schweizerische Rechtsordnung beachtet. Die Bewerberin bzw. der Bewerber muss über gute Deutschkenntnisse verfügen.

Anmeldung
Die Bewerberin bzw. der Bewerber setzt sich mit der Wohnsitzgemeinde in Verbindung. Als Einbürgerungsgemeinde kommt nur die Wohnsitzgemeinde in Betracht. Die zuständige Gemeindebehörde ist grundsätzlich der Stadtrat.

Ein Wohnsitzwechsel während dem Einbürgerungsverfahren in eine andere Gemeinde wirkt sich negativ aus. In diesem Fall müssen wiederum die drei Jahre Aufenthalt in der neuen Wohnsitzgemeinde erfüllt werden.

Verfahren
Von der Gemeindebehörde oder dem Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen in Frauenfeld erhalten Sie das Gesuchsformular um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung (Art. 13 BüG). Das Gesuchsformular ist auszufüllen und mit den vollständigen, erforderlichen Unterlagen (siehe Abschnitt "Erforderliche Unterlagen") dem Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen, Bahnhofstrasse 53, 8510 Frauenfeld, zuzustellen.

Nach Eingang des Gesuches - enthaltend die erforderlichen Belege - werden Abklärungen beim kantonalen Ausländeramt und den Polizeiorganen vorgenommen.

Danach werden die gesamten Unterlagen der Wohnsitzgemeinde zugestellt. Die verantwortliche Amtsstelle wird die Gesuchstellerin bzw. den Gesuchsteller in der Regel zu einem Gespräch einladen. Sie gibt zu Handen des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes eine Stellungnahme ab.

Entscheidende Behörden
Liegt der Bericht des Stadtrates vor, wird das Gesuch um die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung vom Amt für Handelsregister und Zivilstandwesen der zuständigen Bundesbehörde zur Entscheidung unterbreitet. Nach Erhalt der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung wird das Verfahren auf der Gemeindeebene fortgesetzt.

Die Gemeindebehörde leitet nach Erteilung des Gemeindebürgerrechts das Gesuch an das Amt für Handelsregister und Zivilstandwesen weiter. Der Grosse Rat des Kantons Thurgau entscheidet jeweils im Mai oder November über die Aufnahme ins Kantonsbürgerrecht.

Mit der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes ist das Einbürgerungsverfahren abgeschlossen. Die Bewerber besitzen nun das Schweizer Bürgerrecht.

Erforderliche Unterlagen
  • Gesuch um Erteilung der eidg. Einbürgerungsbewilligung (Art. 13 BüG) (auch über unseren Online-Schalter zu beziehen)
  • Lebenslauf (auch über Ehegatte und die Kinder)
  • Leumundszeugnis
  • Wohnsitznachweise der letzten zwölf Jahre
  • Zeugnis / evt. Lehrvertrag des Arbeitgebers (auch über Ehegatte und die Kinder)

Zivilstandsdokumente
  • Geburtsurkunden (auch von Ehegatte und von allen minderjährigen Kindern)
  • falls verheiratet: Eheurkunde (kein Familienausweis), Eheschein
  • falls geschieden: Scheidungsurteil mit Rechtskraftbestätigung
  • falls verwitwet: Todesschein des verstorbenen Ehegatten
  • falls Ehegatte und/oder Kinder bereits eingebürgert: Kopie der jeweiligen Einbürgerungsmitteilung

Die Zivilstandsdokumente sind grundsätzlich im Original vorzulegen und dürfen nicht älter als sechs Monate sein. Dokumente, die in einer anderen als der deutschen, französischen oder italienischen Sprache abgefasst wurden, sind in eine dieser Sprachen durch Dritte zu übersetzen.

Adressänderungen sowie Zivilstandsänderungen (Heirat, Scheidung, Verwitwung) oder Geburt eines Kindes sind unter Beilage der Zivilstandsurkunden umgehend dem Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen mitzuteilen.

Verheiratete oder verheiratet gewesene Bewerberinnen oder Bewerber haben alle Zivilstandsänderungen chronologisch nachzuweisen.

Kosten der Einbürgerung
Für die Erteilung des Gemeindebürgerrechtes werden nachstehende Gebühren festgesetzt:

  • Schweizer Bürger/Bürgerin: Fr. 400.--
  • Schweizer Ehepaar: Fr. 600.--
  • Ausländer/Ausländerin nach dem vollendeten 18. Altersjahr*: Fr. 1'200.--
  • Ausländisches Ehepaar: Fr. 1'800.--
  • Jugendliche Ausländer/Ausländerin bis zum vollendeten 18. Lebensjahr: Fr. 600.--

*Massgebend ist das Alter bei Eingang unmündiger Kinder vom Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen bei der Gemeinde.

Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit
Die schweizerische Gesetzgebung erlaubt eingebürgerten Personen die Beibehaltung der bisherigen Staatsangehörigkeit. Trotzdem kann der freiwillige Erwerb des Schweizer Bürgerrechts zum automatischen Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit führen, sofern die Gesetzgebung des Herkunftsstaates dies vorsieht. Verbindliche Auskünfte können ausschliesslich die zuständigen Botschaften und Konsulate des Herkunftsstaates erteilen.

Weitere Auskünfte über das Einbürgerungsverfahren erteilen die zuständigen Gemeindebehörden. Ebenso steht Ihnen das Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen des Kantons Thurgau gerne für die Beratungen zur Verfügung.

Über erleichterte Einbürgerungen entscheidet das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement nach Anhörung des betroffenen Kantons.
Informationen zu dieser Lebenslage auf der Webseite:
zugehörige Dienstleistungen: Einbürgerungsverfahren
Ansprechspersonen: Christen Michael
zuständig: Stadtratskanzlei
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