Ein Leben für Bischofszell - In dankbarer Erinnerung an Beda Dahinden
Beda Dahinden stellte sein Leben in den Dienst der Öffentlichkeit – mit einer Selbstverständlichkeit, einer Verlässlichkeit und einer Leidenschaft, die ihresgleichen suchen. Über viele Jahre hinweg engagierte er sich mit ausserordentlichem Einsatz für das Schulwesen. Während elf Jahren wirkte er in der Primarschulbehörde, anschliessend während dreieinhalb Jahren als deren Präsident. In dieser Zeit prägte er entscheidende Projekte: den Verkauf des Kindergartens Schlössli, die Erweiterung und Sanierung des Schulhauses Hoffnungsgut sowie die Umnutzung der Scheune im Sandbänkli zur Aula. Es sind Vorhaben, die bis heute nachwirken.
Ein Meilenstein seines Wirkens war die Gründung der Volksschulgemeinde Bischofszell. Als Präsident der vorbereitenden Kerngruppe war er massgeblich an diesem zukunftsweisenden Zusammenschluss beteiligt. Im April 2005 wurde er zu deren erstem Präsidenten gewählt – und dies mit einem aussergewöhnlich klaren Resultat: Trotz zweier Gegenkandidaten setzte er sich im ersten Wahlgang mit einem Vorsprung von 700 Stimmen durch. Dieses Vertrauen war Ausdruck der grossen Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wurde.
Als Beda Dahinden im Jahr 2009 im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand trat, dankten ihm die Schulbürgerinnen und Schulbürger mit einer langen, stehenden Ovation – ein bewegender Moment, der sein Wirken eindrücklich würdigte.
Auch beruflich war er dem Bildungswesen eng verbunden: Als Schulleiter der Ostschweizer Malerfachschule in Sulgen prägte er Generationen von Lernenden und Fachkräften.
Doch sein Engagement beschränkte sich nicht auf die Schule. Während nahezu 30 Jahren wirkte er in der Altstadtkommission der Stadt Bischofszell mit, die er von 1983 bis 1999 präsidierte. Mit grossem Engagement setzte er sich für den Erhalt und die Pflege des historischen Stadtbildes ein. Als Präsident der Kirchgemeinde, der Jugendmusikschule, der Bischofszeller Handballer und der Handballregion Ostschweiz, als Suppleant am Bezirksgericht, als Vorstandsmitglied des Museumsvereins, als Vorstandsmitglied der CVP sowie als Vizepräsident des Thurgauer Heimatschutzes hinterliess er bleibende Spuren.
Ein besonderer Höhepunkt seines Wirkens war die Mitwirkung im Organisationskomitee des Bruggäfäschts zur 500-Jahr-Feier der alten Thurbrücke im Jahr 1987. In diesem Zusammenhang wurde die Stadt Bischofszell mit dem renommierten Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet – eine Ehrung, die auch sein persönliches Engagement widerspiegelt.
Beda Dahinden war ein Mensch mit Haltung, mit Weitsicht und mit einem tiefen Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gemeinschaft. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Bescheidenheit und seine Verlässlichkeit machen ihn zu einem grossen Vorbild.
Wir verlieren mit ihm eine aussergewöhnliche Persönlichkeit. Sein Wirken wird weiterleben – in den Institutionen, die er geprägt hat, und in der Erinnerung all jener, die ihn kannten.
Seiner Frau Regula, seiner Familie und seinen Angehörigen sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus.
Corinna Pasche-Strasser, Präsidentin Volksschulgemeinde Bischofszell
Thomas Weingart, Stadtpräsident Bischofszell