Verkehrsdrehscheibe

Gesetzliche Anforderungen

Behindertengerechtigkeit

Bushof West

Bahnhofgebäude

Durchgehendes Dach

WC-Anlage

Parkplätze

Bepflanzung

Post

Güterschuppen

 

Verkehrsdrehscheibe
Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes bzw. des Bushofs wandelt den Bahnhof Bischofszell Stadt zu einer attraktiven Verkehrsdrehscheibe um. Dies wird mit einer optimalen Verkehrsführung erreicht – und zwar für Pendlerinnen und Pendler, Besucherinnen und Besucher, für den Bus- und Bahnbetrieb sowie für den motorisierten Privatverkehr.


Gesetzliche, verkehrliche und Sicherheits-Anforderungen 

Die Anforderungen und Vorgaben für eine moderne Verkehrsdrehscheibe sind vielgestaltig:

  • Behindertengerechtigkeit und niveaufreier Zugang für alle (Haltekanten), Bodenmarkierungen für Sehbehinderte
  • Verkehr:
    - u.a. Bus-Haltekanten und Wendemöglichkeit für Busse,
    - Fussgängerführung,
    - Privatverkehr-Zugang nur via Bahnhof-Kreisel,
    - sichere Anlieferung für den Migrolino-Laden und die Arztpraxis im Bahnhofgebäude
  • Sicherheit / Zivilschutz: Feuerwehr-Warteraum im Brand-Notfall, Verlademöglichkeit für Panzer im Kriegsfall (bei Barriere)
     

Behindertengerechtigkeit

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) ist seit 2004 in Kraft und verpflichtet den Öffentlichen Verkehr zur Barrierefreiheit. Ziel ist, dass Menschen mit einer Behinderung den ÖV selbstbestimmt nutzen können. Bahnhöfe, Haltestellen und Fahrzeuge müssen deshalb hindernisfrei gestaltet sein.

Im Falle des Bahnhofs werden die Anforderungen des BehiG mittels folgender Massnahmen erfüllt:

  • Die Haltekanten der Busse werden durchgehend erhöht, so dass ein direkter (ebenerdiger) Zugang per Rollstuhl gewährleistet ist.
  • Die Haltekanten werden so realisiert, dass zwischen Bus und Haltekante ein möglichst kleiner Spalt entsteht (≤ 7.5 cm), was den Zugang erleichtert.

Diese baulichen Massnahmen erleichtern allen Reisenden den Zugang zum Öffentlichen Verkehr – insbesondere, wenn sie mit Kinderwagen, Koffer, Rollator oder Gehstock unterwegs sind.
 

Bushof West

Bushof West

Der neue Bushof West zwischen Bahnhofgebäude und Post ist ein Kernstück der Neugestaltung des Bahnhofareals. In der Projektplanung wurden verschiedene Varianten geprüft, wobei die Platzierung auf der Westseite des Bahnhofsgebäudes die einzige Möglichkeit ist, den Bushof behindertengerecht auszugestalten. Die favorisierte Lösung sieht Folgendes vor:

  • durchgängige Behindertengerechtigkeit
  • Je eine Haltekante für die einzelnen Buslinien nach Amriswil, Uzwil und St. Pelagiberg
  • Eine Haltekante auch für grosse Gelenkbusse, auch geeignet für Bahnersatz-Busse
  • Sichere Anlieferung durch Lastwagen für Migrolino möglich
  • Berücksichtigung des immer dichter werdenden Taktfahrplans und Ausrichtung auf oft fast gleichzeitig ankommend bzw. abfahrende Busse und Züge
  • Der bestehende, kaum mehr genutzte ehemalige Güterschuppen sowie das bestehende WC-Häuschen werden rückgebaut.
     

Bahnhofgebäude

Bahnhofgebäude mit Migrolino

Das vertraute Bahnhofgebäude mit dem beliebten Migrolino-Ladengeschäft und den Praxisräumlichkeiten im Obergeschoss bleibt erhalten und erfährt gelegentlich eine sanfte Renovation. Das Vordach auf Seite der Bahngeleise wird zurückgebaut. Dadurch erhält das eigentliche Bahnhofgebäude wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild wie im Baujahr 1875. Diese Massnahme schafft Raum für ein neuen, komfortableren und vor allem längeren, überdachten Wartebereich, das es den Fahrgästen erlaubt, möglichst trockenen Fusses zwischen Bahn und umzusteigen.


Durchgehendes Dach

Überdachter Wartebereich für Fahrgäste

Der neue, längere überdachte Wartebereich ist nebst dem neuen Bushof das zweite Kernstück der Neugestaltung des Bahnhofareals. Er ist mit einer Länge von 87 Metern das verbindende Element, das sich vom neu gestalteten Aufenthaltsbereich bis hin zum Bushof erstreckt. Unter diesem langen Dach soll die neue WC-Anlage platziert werden.

Die Ausgestaltung der Dachkonstruktion soll einen adäquaten Ersatz für das bestehende Vordach bilden und sich in den historischen Bestand einfügen. Sie zeichnet sich durch ihre einreihige, mittige Stützenreihe und das leicht lichtdurchlässige Dach mit Solarglas-Modulen aus. Ein einheitliches Erscheinungsbild mit Materialisierung (Konstruktion aus Stahl) und Beleuchtung über den gesamten Wartebereich werten die Aufenthaltsqualität auf.
 

WC-Anlage

WC-Anlage

Das langgezogene Dach ermöglicht, dass die neue WC-Anlage problemlos in diesen gedeckten Wartebereich integriert werden kann. Es handelt sich um behindertengerechte, geschlechtergetrennte Chromstahl-Modul-WC-Kabinen.


Auto- und Veloparkplätze

Parkplätze 

Geplant sind 52 Autoparkplätze – ähnlich viele wie bis anhin (62). Dafür wird dem wachsenden Bedürfnis nach Infrastruktur für den Langsamverkehr Rechnung getragen: Die Veloabstellplätze werden neu alle am gleichen Ort in der Nähe des Bahnhofgebäudes realisiert. Die Autoparkplätze werden hauptsächlich auf der Ostseite angebracht – dort wo heute die Busse ankommen bzw. abfahren. Vis-à-vis der Veloabstellplätze sind Kurzzeitparkplätze vorgesehen, damit die Wege für Migrolino-Kundinnen- und Kunden sowie für Abzusetzende und Abholer kurz sind. Beim Bushof auf der Westseite des Bahnhofgebäudes entstehen entlang der Poststrasse nochmals vier Kurzzeitparkplätze.
Für mehr Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger wird gesorgt, indem Busbetrieb, Privatverkehr und Fussverkehr entflochten werden: Statt wie heute über die Verkehrsfläche werden Fussgängerinnen und Fussgänger entlang der Baumallee bei den  Bahngeleisen geführt. künftig Sie werden nicht mehr – wie heute – über die Verkehrsfläche geleitet, sondern zwischen Parkplätzen und Bahngeleisen entlang der Baumallee.
 

Treffpunkt, Bepflanzung, Bodenbeläge

Treffpunkt

Die Parkierung im Osten wird als kompakte Anlage mit umfangreicher Begrünung entworfen. Drei Baumreihen mit Alleecharakter überspannen die Situation, spenden Schatten und wirken temperaturausgleichend auf das Klima in der Stadt. Die Gehölze werden jeweils mit grösseren Beeten unterpflanzt.

Das Bahnhofareal ist heute durch eine Vielzahl unterschiedlicher Beläge geprägt. Um das Bahnhofgebäude stärker zur Geltung zu bringen, wird es künftig von einer einheitlichen Pflästerung umgeben. Die Pflästerung erfährt im Osten eine Ausdehnung und bildet den neuen Treffpunkt mit einem Wasserspender, Pflanzbeeten und Aufenthaltsmöglichkeiten, die unmittelbar an das verbindende Dach und die Veloabstellplätze grenzen.
 

Post

Postfiliale

Die Postfiliale bleibt aus heutiger Sicht an ihrem Standort weiterhin bestehen, grenzt in Zukunft an den neuen Bushof und liegt relativ nah zum Überdachungselement.
 

Güterschuppen

Güterschuppen

Der neu gestaltete Bushof auf der Westseite des Bahnhofs Bischofszell-Stadt muss behindertengerecht sein und den Erfordernissen des dichten Taktfahrplans entsprechen. Zudem soll er mit allfälligen künftigen Nutzungen kompatibel sein, zum Beispiel für autonome Fahrzeuge. Das bedingt, dass der bestehenden Güterschuppen zwischen Bahnhof und Post zurückgebaut wird. Dies ist möglich, nachdem der Abbruch mit den zuständigen Stellen beim Kanton und den SBB abgeklärt wurde. Der neu gestaltete Platz zwischen Post und Bahnhof bringt wesentliche Vorteile:

  • durchgängige Behindertengerechtigkeit
  • Je eine Haltekante für die einzelnen Buslinien nach Amriswil, Uzwil und St. Pelagiberg
  • Eine Haltekante auch für grosse Gelenkbusse, auch geeignet für Bahnersatz-Busse
  • Sichere Anlieferung durch Lastwagen für Migrolino möglich
  • Berücksichtigung des immer dichter werdenden Taktfahrplans und Ausrichtung auf oft fast gleichzeitig ankommende bzw. abfahrende Busse und Züge